Molly ist über die Regenbogenbrücke gegangen ❤

Sie ist mit Oma LOTTI eine IKONE. Oma MOLLY war schon 9 oder 10 Jahre alt, als wir sie in Buttenwiesen aus dem Kastenstand holten. Sie kam mit den ältesten Muttersauen auf den Gnadenhof Lemuria meiner geschätzen und lieben Freundin Angela Dunkelberg in Waldbröl. Als das dortige Veterinäramt wegen Schweinepestgefahr die Freilandhaltung als gefährlich einstufte, kam sie mit ihren Freundinnen und EBERHARDI auf unseren Pflegeplatz bei Augsburg. Seit etwa einem halben Jahr haben wir sie aus der großen Gruppe genommen und sie war in einer etwas schwächeren kleinen Viergruppe. Die letzten Wochen hat sie etwas abgebaut und ihr Appetit hat nachgelassen. Sie bekam spezielles Päppelfutter und das feucht, weil ältere Leute oft zu wenig trinken... Vorvorgestern hat sie das Essen komplett eingestellt und es war nur noch Flüssigkeit in sie reinzukommen. Man merkte ihr an, dass sie müde geworden war. Heute wollte ich sie gehen lassen und unser Tierarzt sollte erneut kommen, da auch er keine Chancen mehr sah. MOLLY hat für sich selbst entschieden und sich heute morgen gegen 8.00 Uhr auf den Weg zu all ihren vielen Dutzenden verlorenen Kindern gemacht. Sie sah wie eine friedlich schlafende und immer noch bildschöne Sau aus. Man meinte, sie lächelte... Ich bin froh, dass wir nicht eingreifen mussten. Ich glaube, sie war so stark, dass sie den besten Zeitpunkt selbst gewählt hat. MOLLY hat Oma LOTTI mit mindestens 18 Lebensjahren um ein Jahr getoppt. Sie hatte zumindest ebenso viele Jahre in Freiheit wie sie in ihrer Gruft im Kastenstand zubringen musste. Es gibt dafür keine Entschädigung, nur eine kleine Wohltat für diese hochemotionalen Wesen. Ich werde sie vermissen wie ich alle meine großartigen, intelligenten, verschmitzten und so liebenswerten Freunde vermisse. Aber bei ihr habe ich trotz Tränen einen gewissen Frieden. Sie hat das Maximale aus diesem Leben herausgeholt, das wir ihr dank Colette Poos schenken könnten. Collette gehört zu den wenigen, die ihr Tier von der Rettung bis zu ihrem heutigen letzten Tag begleitet haben. Sie hat sie nie persönlich gesehen, aber ihr immer treu zur Seite gestanden. Danke, liebe Collette! Deine MOLLY war bis zuletzt sehr durchsetzungsstark in ihrer kleinen Rotte. Kein normales Mastschwein wird vermutlich an die Zähigkeit dieser Muttertiere heranreichen. Sie werden schon jung nach Physignomie und Robustheit für ihr schweres und grausames Los ausgewählt. Ich mag nicht an die armen Seelen denken, die nie draußen waren und weitestgehend selbstbestimmt leben durften. MOLLY, wir sehen uns sicher wieder. Irgendwo und irgendwann. Bis dahin war es mir eine Ehre, an Deiner Seite Zeit verbringen zu dürfen...

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