Entdecke die Welt der Schweine ❤️


„Je mehr wir über unsere Mitgeschöpfe wissen, desto mehr stellt sich die Frage, ob wir sie essen dürfen.“


Möglichst wenig über die Andertiere zu wissen, lässt die Schlachtung um einiges leichter rechtfertigen.

Ein Gefühlsleben zuzugestehen geht zwangsläufig mit der Frage einher, ob es richtig ist, weiterhin Mitgeschöpfe zu essen. Den Fleischkonsum in Frage zu stellen, wird vor allem auch dann bedeutsam, wenn den sog. Nutztieren Emotionen und ein eigenes Gefühlsleben zugestanden wird. Darum soll der Fokus sich hin auf die emotionalen und physischen Fähigkeiten richten, um die Schlachtung als Mord und damit eine großes Unrecht anzuerkennen, damit sich nicht länger an einem Verbrechen zu beteiligen.


Bessere Haltungsbedingungen sollen ein besseres Leben für die sog. Nutztiere ermöglichen. Nun darf jeder einmal selbst für sich analysieren, unter welchen Voraussetzungen man ein Leben als „gut“ bezeichnen kann. Den natürlichen Bedürfnissen entsprechend? Ungehindert von Zwang, Schmerz und Krankheit? Insbesondere die Freiheit zeichnet ein gutes Leben aus. Was man für sich selbst einfordert und wünscht, wird geradezu teilnahmslos anderen verwehrt. Ein Tier kann nur dann glücklich sein, wenn es sein natürlichen Verhalten ausleben darf.


Heute dürfte kaum jemand über die Haltungsbedingungen seiner Mitgeschöpfe in der Massentierhaltung uninformiert sein. Das Leben ist von Anfang bis Ende geprägt von Schmerzen, Leid und tristem Alltag. Vor allem der viel zu frühe Tod für das Leben – womöglich nicht, wenn man sich die schrecklichen Zustände vor Augen führt. Kein Mensch würde auch nur 1 Sekunde in derart Bedingungen leben wollen.


Uns sollte schon lange bewusst sein, dass Schweine intelligenter als Hunde sind, sie voneinander lernen, einen ausgeprägten Spieltrieb haben und ein starkes Gefühlsleben – Schweine sind starke Individualisten. Schweine bauen starke Freundschaften auf mit anderen Schweinen, aber auch anderen Tierarten (Menschen, Hunde etc.). Sie besitzen Empathie, d.h. sie versetzen sich wie du und ich in andere hinein, trauern und fühlen Freude für sich und mit anderen. Sie erkennen sich im Spiegel und besitzen ein Selbstbewusstsein, genießen Streicheleinheiten und fordern Nähe. Das Sozialverhalten von Schweinen ist völlig unterschätzt und überaus vielschichtig.


Schweine träumen. Sie verarbeiten Erlebnisse im Schlaf, bewegen sich dabei und sind auch mal unruhig. Sie haben zudem ein ausgeprägtes Gedächtnis, können sich Dinge über Jahre merken – erinnern sich an Gefühle und verbinden diese mit der Gegenwart. Sie können vergessen, leiden aber auch an Depressionen.


Schweine sind bisher noch immer eine völlig unterschätzte und verdrängte Spezies.


»Seine Artgenossen trotteten neben ihm her bis zum Zaun, wo sie sich in einer Reihe aufstellten und zuschauten, wie ihr Freund ins Erdloch hinabgelassen wurde. Sie machten ein Geräusch, dass nur als seltsames Stöhnen beschrieben werden kann. Für jene Menschen, die zuhörten, klang es so, als würden sie Abschied nehmen.« Schweine trauern über einen toten Freund.


Foto: Amira

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